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Stemmer, Peter  1954-  http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Stemmer  

http://www.uni-konstanz.de/FuF/Philo/Philosophie/philosophie/

 

Stemmer, Peter 2013. Begründen, Rechtfertigen und das Unterdrückungsverbot. Studien zu Moral und Normativität (Aufsätze). Berlin, De Gruyter.

Stemmer, Peter 2012. Was geht voraus: das Wollen den Gründen oder die Gründe dem Wollen? Zeitschrift für Philosophische Forschung 66: 187-217.

Stemmer, Peter 2010. Normativität, Ontologie, Gründe. Antworten auf Michael Esfeld, Thomas Schmidt, Marco Iorio und Rainer Forst. Deutsche Zeitschrift für Philosophie 58 (1): 161-169.

Stemmer, Peter 2010. Begründen, Rechtfertigen und das Unterdrückungsverbot. Deutsche Zeitschrift für Philosophie 58 (4): 561-574.

Stemmer, Peter 2008. Normativität. Eine ontologische Untersuchung. Berlin, De Gruyter.

Stemmer, Peter 2004. Die Rechtfertigung moralischer Normen. Zeitschrift für Philosophische Forschung 58(4): 483-504.

Stemmer, Peter 2002. Moralische Rechte als soziale Artefakte. Deutsche Zeitschrift für Philosophie 50: 673-691.

Stemmer, Peter 2002. Moralischer Kontraktualismus. Zeitschrift für Philosophische Forschung 56: 1-21.

Stemmer, Peter 2000. Handeln zugunsten anderer. Eine moralphilosophische Untersuchung. Berlin, de Gruyter.

Stemmer, Peter 1992. Platons Dialektik. Die frühen und mittleren Dialoge. Berlin, De Gruyter.

Stemmer, Peter 2010. Normativität, Ontologie, Gründe. Antworten auf Michael Esfeld, Thomas Schmidt, Marco Iorio und Rainer Forst. Deutsche Zeitschrift für Philosophie 58 (1): 161-169.
Wir können nicht nur Gründe haben, eine Handlung zu tun oder nicht zu tun, sondern auch Gründe, ein vorhandenes Wollen nicht handlungsleitend werden zu lassen oder ein nicht vorhandenes Wollen auszubilden. Wir können Gründe haben, ein Wollen zu suspendieren, es fallen zu lassen, uns langsam von ihm zu lösen. Die entscheidende Frage lautet, ob eine solche Distanzierung vom eigenen Wollen letzten Endes immer relativ auf ein anderes Wollen erfolgt oder ob es andere Instanzen gibt, die uns zu einem solchen Zurücktreten vom eigenen Wollen nötigen. Generiert das Überlegen (oder wenn man so will: die Vernunft) aus sich selbst heraus Kriterien, relativ auf die man ein faktisches Wollen suspendieren muss? Oder gibt es so etwas wie ontologisch objektive Werte, relativ auf die man ein Wollen aufgeben muss? Oder gibt es ganz normale, ontologisch unverdächtige Tatsachen, die uns – ohne Bezug auf ein Wollen – sagen, dass wir bestimmte Dinge nicht wollen können? Meines Erachtens gibt es solche externen, also wollensunabhängigen Gründe nicht, in keiner der genannten Varianten. Ein Grund, das eigene Wollen zu suspendieren, muss deshalb, wie ich meine, selbst wollensrelativ sein. Die Normativität ist auch hier auf ein Wollen bezogen. Wir können nicht aus dem Netz unseres Wollens herausspringen, hinein in eine höhere Welt des an sich Vernünftigen oder des an sich Wertvollen. Dies anzunehmen, bedeutet aber nicht, die Willensfreiheit oder die Fähigkeit zur Selbstbestimmung zu leugnen.

Sekundärliteratur - Auswahl!:

Iorio, Marco 2010. Normen, Regeln und praktische Gründe: Eine Auseinandersetzung mit Peter Stemmers Theorie der Normativität. Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie 96 (3): 348-367.

 

 

 

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