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Ethikunterricht Medienspiegel 2017 - für Ergänzungen, etc. bitte email an erwin.lengauer@univie.ac.at

 

Der Standard 2017.10.02  Schulversuch Ethik: Moraltest statt Religion. Im Gymnasium in der Anton-Baumgartner-Straße in Wien müssen "Religionsabmelder" in den Ethikunterricht. Dort wird nicht über Gott gesprochen, sondern über Moral - http://derstandard.at/2000065014751/Schulversuch-Ethik-Moraltest-statt-Religion

Kurier: Czernohorsky will Ethikunterricht für alle. Rote wollen parallel zum Religionsunterricht einen Pflichtfach Ethik. Bisher sei das an ÖVP-Finanzminister gescheitert. Der Forderung von Experten und Politiker, eine flächendeckende Ethikunterricht einzuführen, schließt sich auch die Wiener SPÖ-Bildungsspitze an. Stadtrat Jürgen Czernohorsky und Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer betonen in einem gemeinsamen Statement gegenüber dem KURIER, dass "die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen in einem eigenen Unterrichtsfach allen Kindern ermöglicht werden" soll – aber: "unabhängig davon, ob ein Kind den Religionsunterricht besucht oder nicht." Prinzipien ethischen Handelns würden "bereits jetzt in Unterricht und Lehrpläne als Querschnittsmaterie einfließen". Schon am Dienstag kritisierten Harald Walser von den Grünen und Eytan Reif von der Liste Pilz, dass Schüler derzeit eine Freistunde haben, wenn sie vom Religionsunterricht abgemeldet sind. Seit 20 Jahren sei in etlichen Schulen Ethikunterricht verpflichtend. Das solle jetzt "endlich allgemein greifen". Faktor Geld Czernohorsky betont, dass die Einführung des Ethikunterrichts für diejenigen Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, Geld kostet – und schiebt die Schuld auf den Koalitionspartner im Bund: "Die Umsetzung auf Bundesebene war mit dem ÖVP-Finanzminister leider nicht zu machen." Vom ÖVP-Bundesparteiobmann Sebastian Kurz gibt es ein "klares Bekenntnis zum Religionsunterricht" an Pflichtschulen. Grund? "Gerade was den Islam betrifft", so Kurz, "würde der Religionsunterricht sonst wahrscheinlich in Hinterhof-Moscheen oder Hinterhof-Vereine wandern, wo es keine öffentliche Kontrolle gibt und wo auch der Staat nicht weiß, welche Unterrichtsmaterialien verwendet werden". Der Ethikunterricht solle künftig nur für jene verpflichtend sein, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen. Für den Soziologen Kenan Güngör greifen die Ideen zum Ethikunterricht zu kurz: "Nur eine Stunde über Themen reden, das reicht nicht. Wir brauchen eine demokratische Schule: Kinder müssen im Alltag erleben, was es heißt, etwas auszuverhandeln, Kompromisse einzugehen und sich in andere hineinversetzen können. Das ist die Voraussetzung für Empathie mit anderen Gruppen. Das wird allen gut tun, nicht nur Muslimen." Auch bei österreichischen Jugendlichen sieht er Tendenz zur politischen Radikalisierung. Czernohorsky kontert dem Wissenschaftler: Da sei zuletzt viel weiter gegangen: "Das Bildungsministerium hat einen neuen Lehrplan erlassen, der eine Auseinandersetzung mit Demokratie und politischen Fragen in den Mittelpunkt rückt." https://kurier.at/politik/inland/czernohorsky-will-ethikunterricht-fuer-alle/286.045.951?

Kurier 2017.09.13 Fach Ethik soll Beitrag zur Integration leisten. In einem Migrationsland ist die Schule der wichtigste Ort, um Toleranz zu lernen. Fast 32.000 muslimische Schüler gehen in Wiener Volksschulen oder Neue Mittelschulen (NMS), nur noch knapp 30.000 Pflichtschüler sind katholisch. Drittgrößte Gruppe sind die Schüler ohne Religionsbekenntnis, zeigen aktuelle Zahlen (siehe Grafik). Im gemeinsamen Alltag erleben sie die Migrationsgesellschaft und die ganze Bandbreite der Kulturen, sagt der Soziologe Kenan Güngör: "Die Schule ist der Ort, wo man sich über Werte und Weltanschauungen austauschen kann und auch sollte, denn sie ist der wichtigste Sozialisationsraum für junge Menschen." Was wäre da geeigneter als ein gemeinsames Fach "Ethik und Religionen" für alle? Seit nunmehr 20 Jahren läuft das Projekt als Schulversuch – mittlerweile an 230 Standorten in Gymnasien und Neuen Mittelschulen (NMS). Einen erneuten Anlauf, dieses Fach flächendeckend einzuführen, unternahmen gestern Befürworter wie der Religionsphilosoph Anton Bucher und der Grüne Bildungssprecher Harald Walser: "Das gemeinsame Reden über Philosophie und Religion kann einen wesentlichen Beitrag zur Integration leisten. Im christlichen Religionsunterricht hat sich da immerhin schon vieles positiv entwickelt, weil dort auch über andere Religionen gesprochen wird." ….  https://kurier.at/politik/inland/mehr-muslime-als-katholiken-in-den-wiener-pflichtschulen/285.859.910

ORF 2017.09.12 Plattform will flächendeckenden Ethikunterricht. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, Politikern und Aktivisten fordert die flächendeckende Einführung des Ethikunterrichts - darunter der Grünen-Bildungssprecher Harald Walser und Eytan Reif von der Initiative Religion ist Privatsache, der auch für die Liste Pilz kandidiert. http://religion.orf.at/stories/2865637/

Orf.at: 2017.09.08 Religionspädagogen für Ende von Ethik-Schulversuch. Die beiden Theologen Martin Jäggle und Anton Bucher haben sich in der Wochenzeitung „Die Furche“ zum Ethikunterricht zu Wort gemeldet. Geht es nach ihnen, soll der seit 20 Jahren laufende Schulversuch Ethikunterricht, so wie er jetzt ist, nicht weitergeführt werden.  http://religion.orf.at/stories/2864925/

OTS 2017.07.11 Korun zu Islamgesetz: Keine Einmischung aus dem Ausland, aber auch Ethikunterricht für alle Kinder. Grüne: ÖVP soll Blockade gegen Ethikunterricht endlich aufgeben https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170711_OTS0062/korun-zu-islamgesetz-keine-einmischung-aus-dem-ausland-aber-auch-ethikunterricht-fuer-alle-kinder?

Der Standard / Nimmervoll, Lisa 2017.04.18 Die Kirchen und ihre Konkurrenz zum Ethikunterricht. Wer sich von Religion abmeldet, hat eine Freistunde - oder muss in den Ethikunterricht, wenn es ihn gibt. Ethik als Zwang? Als Pflicht für alle? Statt Religion? Was sagen die Kirchen? Eine STANDARD-Rundschau   http://derstandard.at/2000056076818/Die-Kirchen-und-ihre-Konkurrenz-zum-Ethikunterricht?   Wien – Heuer wird es 84 Jahre alt: das Konkordat. Jener Staatsvertrag zwischen dem "Heiligen Stuhl", damals unter "Seiner Heiligkeit" Papst Pius XI., und der Republik Österreich, der am 5. Juni 1933 in der Vatikanstadt unterzeichnet wurde. Der katholischen Kirche wurde darin unter anderem das "Recht auf Erteilung des Religionsunterrichts" zugestanden. Finanziert wird dieser vom österreichischen Staat – und zwar für alle gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften, derzeit sind das 16.

 

Der Standard, 2017.04.05 Überparteiliche Plattform kämpft für Ethikunterricht für alle. Nach 20 Jahren Schulversuch macht sich eine zivilgesellschaftliche Initiative stark für Ethik als Pflichtfach für alle Kinder. Religion sei Privatsache, Schule müsse Wissen vermitteln, nicht missionieren. von Nimmervoll, Lisa http://derstandard.at/2000055371850/Ueberparteiliche-Plattform-kaempft-fuer-Ethikunterricht-fuer-alle

Der Standard. 2017.03.14. 20 Jahre Ethikunterricht zwischen Pflicht, Luxus und Freistunde. Der Schulversuch Ethik läuft seit 1997. Was tun? Ethik für alle? Nur für "Religionsabmelder"? Zeit für eine Bilanz mit den Bildungssprechern der Parteien. Die Regierung hat Ethik nicht auf ihrer Agenda. Von Nimmervoll, Lisa  http://derstandard.at/2000054091200/20-Jahre-Ethikunterricht-zwischen-Pflicht-Luxus-und-Freistunde?

SPÖ-Niederösterreich. 2017.01.28. Tröls-Holzweber: Ethik-Unterricht für alle. Vermitteln von Werten ist mehr als nur ein Lückenbüßer  http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170128_OTS0003/troels-holzweber-ethik-unterricht-fuer-alle

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