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Projekt: Würde und Autonomie im Kontext geriatrischer Langzeitpflege

In den öffentlichen Debatten um die Pflege dominiert immer mehr die Frage, wie pflegebedürftige Menschen in Würde altern können. Zuversichtliche Antworten werden rarer. Zwar hat der philosophische Diskurs zentrale Aspekte wie Würde und Autonomie vielseitig abgehandelt, allerdings fehlt ihm die genuine Verbindung mit dem Themenkomplex der Pflege und des Alters. An dieser Verknüpfung wurde im Projekt „Würde und Autonomie im Kontext geriatrischer Langzeitpflege" zwei Jahre lang (2008-2010) gearbeitet. Das Forschungsvorhaben wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gefördert, von Peter Kampits geleitet und von Doris Pfabigan sowie Patricia Kacetl durchgeführt. Dabei ging es um eine philosophische Aufarbeitung der Begriffe Würde und Autonomie, die durch die Sichtweise hilfsbedürftiger alter Menschen und PflegerInnen sowie BetreuerInnen nicht nur gegengelesen, sondern auch anschaulich gemacht und ausdifferenziert wurden. Wichtiges Anliegen war es auch die interkulturelle Perspektive zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der philosophischen Analyse und der empirischen Untersuchungen geben einen breiten Einblick in Vorstellungen, was Würde und Selbstbestimmung in der geriatrischen Langzeitpflege heißen kann und welche Herausforderungen sich daraus für die Praxis ergeben.

Die Projektergebnisse sind für PraktikerInnen gleichermaßen interessant wie für ForscherInnen: PraktikerInnen können Anhaltspunkte dafür finden, wie problematische institutionelle Routinen in der geriatrischen Langzeitpflege verlassen und durch welche alternativen Modelle Würde und Autonomie alter Menschen gewährleistet werden können. WissenschafterInnen und Lehrende erhalten Anregungen zu weiteren Forschungen und verschiedenen neuen Aspekten für ihren Ethikunterricht.

Zusammenfassende Ergebnisdarstellung des Projekts

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Ergebnisbericht der Gruppendiskussionen: Die Perspektive pflegender, betreuender und behandelnder Personen

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Kontakt: Mag.a Dr.in Doris Pfabigan, Institut für Philosophie, Universitätsstraße 7, 1010 Wien, T +43-1-4277-47483, Mail: doris.pfabigan@univie.ac.at

 

Forschungsstelle für Ethik und Wissenschaft im Dialog - FEWD
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