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Schwerpunkt: Zivilgesellschaft und demokratische Partizipation

Podiumsdiskussion: Wirtschaft vor Meinungsfreiheit?


Ist der Neoliberalismus dafür verantwortlich, dass mittels Überwachung und Repression die Kritik an Firmenpolitik unmöglich gemacht wird?

Eröffnungsworte:
 Univ. Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Kampits,

Alt-Dekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften

Am Podium:

Ilija Trojanow,  Buch zum Thema: Angriff auf die Freiheit

Klaus Werner-Lobo, Bücher zum Thema: Schwarzbuch Markenfirmen und Uns gehört die Welt, Macht und Machenschaften der Multis

Hans Zeger, Buch zum Thema: Mensch. Nummer. Datensatz. Unsere Lust an totaler Kontrolle

Wann: Donnerstag, 28. Oktober 2010, 19:00
Wo: Hörsaal 2, Erdgeschoss,
NIG, Neues Institutsgebäude der Uni Wien, Universitätsstr. 7, 1010 Wien
Eintritt frei!

Schwerpunkt: Zivilgesellschaft und demokratische Partizipation

Global bekommen multinationale Firmen immer mehr Einfluss auf die Politik und alle Entscheidungen in der Gesellschaft. Die Androhung, den Produktionsstandort in ein anderes Land zu verlegen, kann keiner Regierung gleichgültig sein. Potente Parteispenden sowie professionelles Lobbying ganzer Industriezweige können von keinem ande­ren politischen  Teilnehmer in ihrer Wirkung auch nur annähernd erreicht werden. In Sachen Tier- und Umweltschutz hatte das bereits handfeste Konsequenzen: es gibt in England und in den USA bereits eigene Gesetze gegen Kampagnen, deren Ziel es ist, Firmen zu einer tierfreundlicheren oder umweltfreundlicheren Politik zu bewegen.
Die Teilnehmer dieser Diskussion sind Autoren, die sich in ihren Büchern mit Überwachung und präventiver Strafver­folgung im Vorfeld der eigentlichen Straftaten befasst haben. Warum werden gerade jetzt diese Maßnahmen gesetzt­ und den BürgerInnen als notwendig zur Bewahrung ihrer eigenen Sicherheit verkauft? Was sollen diese Maßnahmen wirklich bezwecken und wie groß ist dadurch die Bedrohung der mühsam erkämpften bürgerlichen Freiheiten und Grundrechte? Zeigt der Tierschutzprozess, dass diese Entwicklung bereits jetzt zu weit gegangen ist und die kritische Zivilgesellschaft bedroht? Brauchen wir eine Reform von § 278a anstatt einem neuen Terrorpräventionsgesetz?

Forschungsstelle für Ethik und Wissenschaft im Dialog - FEWD
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